WerktitelDas Veilchenmädel
Ragazza delle Violette (ital. Fassung) (weiterer Titel)

WerkartOperette
Prolog: 1
Akte: 2


InhaltAch diese Männer wie sind sie geschwächt (Nr. 1) Franzi & Chor
Sieht man sich einen Mann von heutzutage an (Nr. 1) Franzi
Wenn sich im oberen Stock die feine Welt (Nr. 1) Chor
Ich bin ein Sänger, Terzett (Nr. 2) Muck / Stiebel / Rovelli
Wir sind fidele Brüder, voll Mut und Energie, Terzett (Nr. 2) Muck / Stiebel / Rovelli
Ein Ball ist das schönste Vergnügen (Nr. 3) Flora & Chor
Während sich die junge Welt (Nr. 3) Flora
Einmal nur möcht' ich mich schwingen im Tanz (Nr. 4) Johanna
Müde irr' ich durch die Strassen (Nr. 4) Johanna
Gold, Gold blinkenes Gold (Nr. 5) Flaps
Ja, Morgenstund' hat Gold im Mund', Vorspiel Ende (Nr. 6) Muck / Stiebel / Rovelli
Ach liebste Flora, lassen sie sich sagen, Duett (Nr. 7) Flora / Graf
Ja zum Beispiel ein Baron (Nr. 7) Flora
Wer mich liebend will umfangen, Duett (Nr. 7) Flora / Graf
Doch Freunde, noch fass' ich es kaum, Terzett (Nr. 8) Muck / Stiebel / Rovelli
Frisch immerzu, keinen Pardon, Terzett (Nr. 8) Muck / Stiebel / Rovelli
Wir haben uns blamoren, Terzett (Nr. 8) Muck / Stiebel / Rovelli
Wenn die Castagnetten klingen (Nr. 9) Chor
Wo bringen wir den Abend (Nr. 9) Chor
Adam wurde wohlbedacht, einst von Gott, Duettino (Nr. 9a) Franzi / Rovelli
Nein nicht bitter woll'n wir Beide sein, Duettino (Nr. 9a) Franzi / Rovelli
So ein Leben, meiner Treu, Duettino (Nr. 9a) Franzi / Rovelli
Flüchtig nur sah' ich die Schöne (Nr. 10) Muck
Ich hab ihr in's Auge, in's dunkle geblickt (Nr. 10) Muck
Ich hab in den Himmel geseh'n (Nr. 10) Muck
Für dich will ich gern betteln geh'n, Duett (Nr. 11) Johanna / Muck
Mein Fräulein, Sie erkennen mich nicht mehr, Duett (Nr. 11) Johanna / Muck
Ich sehne mich nach Bühnenluft (Nr. 12) Stiebel
Meine Nummer kommt bald dran (Nr. 12) Stiebel
Reizend ist es so am Abend, Finale I (Nr. 13) Chor
Schau, schau lieber Freund, Finale I (Nr. 13) Flora & Chor
Holder, süsser Augenblick, Quartett (Nr. 14) Johanna / Franzi / Muck / Rovelli
O, welch' köstliche schöne Stunden, Quartett (Nr. 14) Johanna / Franzi / Muck / Rovelli
Es liebt der Hugo Melanie, Duett (Nr. 15) Flora / Stiebel
So ein kleines Tanzpoem, Duett (Nr. 15) Flora / Stiebel
Er hat den Nervus regrum, Schlussgesang (Nr. 16) Ensemble

UrheberHellmesberger Jun. Joseph - Komponist
Krenn Leopold - Textbuch, deutsch
Lindau Carl - Textbuch, deutsch
Krenn Leopold - Textdichter, deutsch
Lindau Carl - Textdichter, deutsch
Franci Arturo - Übersetzer, italienisch

Dauerabendfüllend

Entstehungsjahr1904

Aufführungen1904-02-27 Carl-Theater (Theater in der Leopoldstadt), Wien

Bestellnummern
EV 776-1Klavierauszugdeutschleihweise
EV 776-2Textbuchdeutschleihweise
EV 776-3TextbuchLiedtextedeutschleihweise

RollenHans Muck, Sänger, junger Mann, blond - Solostimme
Stiebel, Eskamoteur - Solostimme
Flora Stiebelli, Soubrette, seine Frau - Solostimme
Rovelli, Akrobat und Kraftmensch, stark u. behäbig - Solostimme
Johanna, Blumenverkäuferin und Waisenkind - Solostimme
Flaps, eine Traumerscheinung - Solostimme
Graf Willy Sickendorf, ca. 50 Jahre, graue Haare - Solostimme
Kolbe, Hotelier und Restaurantbesitzer - Schauspieler
Siebenschein, Inhaber eines Maklerbüros - Schauspieler
Der alte Graf - Schauspieler
Frau Borst - Schauspielerin
Johann von Birken - Schauspieler
von Schneidehahn - Schauspieler
Anton, Hausknecht bei Kolbe - Schauspieler
Wenzel Quatsch, Diener bei Siebenschein - Schauspieler
Adele, Floras Kollegin - Schauspielerin
Jeanne, Floras Kollegin - Schauspielerin
Pauline, Floras Kollegin - Schauspielerin
Ein Inspizient - Schauspieler
Ein Theaterarbeiter - Statist

ChorFranzi, Schankmädchen bei Kolbe - Chorsänger
Chor der Gäste, Spaziergänger, Kellnerinnen - Sopran (Chor)
Chor der Gäste, Spaziergänger, Kellnerinnen - Alt (Chor)
Chor der Gäste, Spaziergänger, Spanier - Tenor (Chor)
Chor der Gäste, Spaziergänger, Spanier - Baß (Chor)
Sopran (Chor)
Alt (Chor)
Tenor (Chor)
Baß (Chor)

Instrumente

Flöte (I)
Flöte (II) spielt auch kleine Flöte
Oboe (I)
Oboe (II)
Klarinette (I)
Klarinette (II)
Fagott (I)
Fagott (II)
Horn in F (I)
Horn in F (II)
Horn in F (III)
Horn in F (IV)
Trompete in F (I)
Trompete in F (II)
Posaune (I)
Posaune (II)
Posaune (III)
Pauken
kleine Trommel
große Trommel
Triangel
Harfe
10x Violine (I)
8x Violine (II)
6x Viola
4x Violoncello
3x Kontrabaß


Ort der HandlungIn einer süddeutschen Stadt
Vorspiel: Zweigeteilte Bühne, links Schankraum, rechts Hotelhalle mit Freitreppe zu den Ballsälen
1. Akt: Vorzimmer des Maklerbüros von Siebenschein, Stühle an den Wänden
2, Szene: Promenade, Cafe-Restaurant mit Terrasse, Rückseite des Stadttheaters mit Bühneneingang, Kleines Blumengeschäft, Schaukästen mit Theaterreklame, im Hintergrund Parkanlage mit Kiosk.
2. Akt: wie im ersten Akt.

Zeit der HandlungUm 1885

SynopsisDrei Dekorationen:
Vorspiel: Zweigeteilte Bühne, links Schankraum, rechts Hotelhalle mit Freitreppe zu den Ballsälen
1. Akt: 1. Bild: Vorzimmer des Maklerbüros von Siebenschein, Stühle an den Wänden
2. Bild: Promenade, Cafe-Restaurant mit Terrasse, Rückseite des Stadttheaters mit Bühneneingang, kleines Blumengeschäft, Schaukästen mit Theaterreklame, im Hintergrund Parkanlage mit Kiosk.
2. Akt: wie 1. Akt 1. Bild

Synopsis:
Eine Ballnacht geht dem Ende zu und der Restaurateur und Hotelbesitzer verabschiedet die Gäste, als Muck, der Sänger, Stiebel, der Zauberkünstler und Rovelli, der Akrobat und Kraftmensch auftreten. Die drei erwecken zwar einen etwas heruntergekommenen Eindruck, aber marschieren schnurstracks in die Schankstube. Sie suchen ein Quartier für die Nacht und wollen sich durch ihre Darbietung noch rasch ein paar Kreuzer verdienen. Aus dem Ballsaal kommend, betreten mehrere Ballbesucher unter ihnen Adele, Graf Sickendorf, Flora Stibelli und Jeanne die Schankstube. Sofort treten die Animateure in Aktion. Stiebel zieht dem Grafen ein Ei aus der Nase und erkennt an dessen Seite seine ehemalige Frau und auch sie erkennt ihn sofort wieder. Sie veranlasst den Grafen zum sofortigen Aufbruch um eine Auseinandersetzung zu vermeiden. Währenddessen betritt Johanna mit einem Korb voll Veilchen das Etablissement, in der Hoffnung den Ballgästen die Blumen verkaufen zu können. Von den in der Schankstube anwesenden Gästen wird sie nicht beachtet und der Hotelier Kolbe untersagt ihr das Betreten des Ballsaales. Der Verweis ruft Muck, Stiebel und Rovelli auf den Plan und sie versuchen gemeinsam das Mädchen zu erheitern. Es ist Stiebel, dem es durch seine Zaubertricks gelingt die Gäste zu animieren, während Muck die freiwilligen Spenden einsammelt und an Johanna überreicht. Somit kann diese den Heimweg antreten, denn Frau Borst bei der sie arbeitet und wohnt, wäre für den Fall, das Sie erfolglos heimkehrt unerbittlich. Das Problem, wo die drei Freunde übernachten werden, ist allerdings noch nicht gelöst. Das Schankmädchen Franzi mit der Rovelli heftig flirtet und der Hausdiener von Kolbe Anton schlagen vor, dass die drei, sofern sie keine Angst vor Geistern haben, in der Schankstube übernachten. Der Prinzipal kommt nach einer Ballnacht niemals vor der Mittagszeit wieder. Auf die Frage ob es im Schankraum spukt, erklärt Franzi, dass der frühere Hausknecht jede Nacht nachsieht, ob sein Geldschatz noch an seinem Platze ruht und verlässt mit dem Wunsche auf eine "Gute Nacht Ruhe" das Lokal. Gleich darauf schnarchen die drei im Terzett. Flaps der Geist des Hausdieners tritt aus der Wand öffnet eine Diele, nimmt eine die Kassette heraus und zählt die Goldstücke. Das Trio erwacht und starrt gebannt auf die Erscheinung. Plötzlich ein ohrenbetäubender Lärm, Hohngelächter, völlige Finsternis und der Spuk ist vorbei. An jener Stelle an der Flaps stand halten sich Rovelli und Muck gegenseitig an der Gurgel. Zuerst vermuten sie einen Traum, aber als der Boden an der Stelle, an der das Gespenst stand, hohl klingt, öffnen sie die Dielen. Sie finden die Kassette voll mit Goldstücken und ein Schriftstück. Darin bestätigt ein Thomas Siebenschein die Übernahme von 200.000,-- Mark in Verwahrung zu nehmen, für die Erziehung des Kindes Hänschen der Anna M. Sorge zu tragen und den in Verwahrung genommenen Betrag am Tage der Großjährigkeit auszuhändigen. Natürlich werden durch den plötzlichen Geldsegen Pläne geschmiedet und Muck glaubt sogar jenes Hänschen M. zu sein, dessen Erziehung Siebensschein hätte bewerkstelligen sollen. Natürlich machen sich Muck, Stiebel und Rovelli auf die Suche nach Siebenschein. In seinem Haus stellen sie energisch die Forderung auf Herausgabe des verwahrten Geldes. Der zuerst äußerst betroffene Siebenschein, zieht sich jedoch dadurch aus der Affäre, indem er feststellt Hänschen sei ein Mädchen. Der Besuch bei Siebenschein hat natürlich Folgewirkungen. Dieser sucht sofort den Blumenladen von Frau Borst auf, das Mädel "Johanna" sofort mit ihren Siebensachen auf den Bahnhof zu schicken. Auf dem Wege dorthin begegnet sie Muck, der sie überschwenglich begrüsst und an der Abreise hindert. Siebenschein kehrt aufgeregt in den Laden von Frau Borst zurück, da Johanna nicht am Bahnhof erschienen ist. Wie Frau Borg versichert, hat das Mädchen ihre Papiere vergessen und wird daher sicher zurückkehren. Als sie in Begleitung von Muck zurückkehrt, wird sie von Siebenschein erwartet und als das seiner Obhut unterstehende Mündel bezeichnet. Muck hingegen erklärt, Johannna sei seine Frau und das Dazwischentreten von Rovelli und Stiebel veranlassen den Vormund das Weite zu suchen. Im Hause von Siebenschein herrscht Hochbetrieb. In Begleitung von Stiebel, Rovelli und Muck, treten Johanna und Franzi, und kurz darauf auch Flora Stiebel und Graf Willy Sickendorf auf. Letzterer möchte Flora unbedingt heiraten, jedoch ist vorher noch die Einwilligung zur Scheidung von Herrn Stiebel erforderlich. Dieser erteilt dazu unter der Voraussetzung eine Abfindung zu erhalten seine Zustimmung. Als sich Stiebel und Flora gegenüberstehen, lösen die Worte des Mannes "Du ein aufgehender Stern und ich - ein engagementloser Künstler" die Distanz der beiden. Dass auch der alte Graf mit der Absicht seines Sohnes Willy nicht einverstanden ist, führt, da diesem die Enterbung droht, zur Zurücknahme der Heiratsabsicht. Der Makler und Winkeladvokat Siebenschein muss auch zur Hochzeit von Johanna und Muck die Einwilligung geben und schweren Herzens das in Verwahrung genommene Geld ausfolgen.

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